Sauna und Infrarotkabine: Unterschiede und Vorteile verstehen

Wärme wird seit Jahrtausenden zur Linderung zahlreicher körperlicher und psychischer Beschwerden eingesetzt. Saunen und Infrarotkabinen sind beliebte Wellness-Angebote, die für ihre therapeutische und entspannende Wirkung bekannt sind. Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den beiden. Hier ist ein kompakter Vergleich, der Ihnen bei der Entscheidung helfen soll, welche Wärmeanwendung für Sie am besten geeignet ist.
Sauna und Infrarotkabine - Physiotherm

Unterschiede bei Sauna und Infrarotkabine

AnwendungsinfosPhysiotherm Infrarot
mit Niedertemperatur-Infrarottechnologie
Sauna
Temperaturbereich27°C bis maximal 40°C50°C bis 100°C
Vorheizzeit ca.keine, sofort betriebsbereitbis zu 1 Stunde
Anwendungsdauer20-40 Minuten10-15 Minuten
2-3 Wiederholungen
Häufigkeit der Anwendungtäglich möglichmaximal 2 mal pro Woche empfohlen
Gesundheitliche Aspekte – Wirkung
  • Tiefenwärmewirkung (=direkter Wärmeeintrag über Wirbelsäule) Wärmeübeftragung durch elektromagn. Strahlung = erwärmte Flüssigkeiten, Blut und Lymphe
  • Keine Kreislaufbelastung, schwitzen bei körpernahen Temperaturen
  • Schwitzen von innen nach außen
  • Kann von Kleinkind bis ins hohe Alter verwendet werden. Auch für Personen mit Bewegungseinschränkungen geeignet.
  • Wärmeübertragung durch erwärmte Luft – Konvektionswärme durch Heißluftzirkulation und die direkte Einwirkung der sehr heißen Luft, auf die äußere Hautschicht.
  • Kreislaufverträglichkeit erforderlich, da sehr hohe Temperaturen
  • Nicht für Kinder unter 6 Jahren geeignet
BetriebskostenBeispiele für den Stromverbrauch
bei einer Anwendung von 45 Minuten bei einem Strompreis von 15 Cent/kWh bzw. 22 Cent/kWh.
1-Personen-Kabine: ca. 1.400 Watt – 1,050 kWh – 0,16 € pro Anwendung (bzw. 0,23 €)
2-Personen-Kabine: ca. 1.500 Watt – 1,125 kWh – 0,17 € pro Anwendung (bzw. 0,25 €)
10-fach höhere Betriebskosten im Vergleich zur Physiotherm Kabine

Sauna - Reizanwendung und Thermoregulation des Körpers:

Saunaanwendungen finden grundsätzlich zwischen rund 50°C und 90°C statt, das heißt immer oberhalb der Thermoneutralzone. Das Ziel der richtigen Nutzung von Sauna & Co. ist nicht die Durchwärmung des Körpers, sondern die Auslösung mehr oder minder starker Reize auf das Vegetativum und die Haut.

In der Sauna beispielsweise nimmt der Körper über seine gesamte Oberfläche mehr Wärme über Konduktion, Konvektion (heiße Luft) und Infrarot-C-Strahlung auf, als er abgeben kann. Die Luft ist zwar trocken, ihre Temperatur jedoch sehr hoch. Der Dampfdruck ist dadurch höher als jener, den die Haut aufbauen kann. Der gebildete Schweiß kann nicht verdunsten, tropft ab und erzeugt keine Verdunstungskälte. Immer mehr Blut wird zur Kühlung in die Haut geschickt und immer weniger Blut steht dem zentralen Kreislauf zur Verfügung.

Die Herzkreislaufbelastung steigt massiv an. Wird die Sauna rechtzeitig verlassen, kühlt das Blut in der Haut ab und wird schrittweise dem Kreislauf wieder zur Verfügung gestellt. Ob eine Ganzkörperwärmeanwendung bei 50°C oder 100°C durchgeführt wird, macht vom Wärmeregulationsprinzip her keinen Unterschied, graduell natürlich schon. Eine Lufttemperatur von über 50°C kann man schon bis zu einer Stunde ertragen.

Infrarotkabine - thermoneutrale Zone:

Sauna und Infrarotkabine - Physiotherm
In der Niedertemperatur–Infrarottechnologie befindet sich der Körper in einer thermoneutralen Zone (bei ca. 30°C) – was allein noch keine Wärmeanwendung ist. Die eigentliche Zufuhr von Wärme erfolgt über nur ca. 10 bis 12 % der Haut. In der Thermoneutralzone kann der Körper mehr Wärme über Konvektion und Strahlung an die Umgebung abgeben, als er erhält. Reicht dies nicht aus, so beginnt die Schweißbildung.

Der Schweiß kann aber verdunsten und kühlt die Haut – das zeigt sich daran, dass die Luftfeuchtigkeit in der Kabine ansteigt. Wird weiter Wärme zugeführt, dann wird mit der Zeit mehr Schweiß gebildet als verdunsten kann. Auch in der Niedertemperatur-Infrarottechnologie tropft der Schweiß in der Folge ab.

Diese Art der Infrarotanwendung ist schonend für das Herzkreislaufsystem und kann, unter anderem, maßgeblich zur Schmerzlinderung, Muskelentspannung und zum psychischen Wohlbefinden beitragen.

Schwitzen zählt zu den „ausleitenden“ Verfahren (Entgiften, Entschlacken) der Naturheilkunde. Der Schweiß wird aus dem Blutplasma gebildet und der Körper ist versucht, dies dann auch gleich zu nutzen, um potenzielle Schadstoffe loszuwerden. Es ist logisch, dass Durchwärmungsanwendungen aus diesem Blickwinkel zu bevorzugen sind, da hier die Durchspülung der Zellzwischenräume (Matrix) im Gewebe der Körperschale (Muskeln, Bindegewebe, Gelenke, Fettgewebe) deutlich verbessert wird.

Neben den vorteilhaften physischen Wirkungen einer Infrarotanwendung, spielen Entspannung und Beruhigung des vegetativen Nervensystems durch ein komplementäres Lichtbad, Sound und angenehmes Sitzen oder Liegen auf ergonomisch geformten Unterlagen eine große Rolle in der Unterstützung des seelischen Gleichgewichts und der mentalen Erholung.

Zusammenfassend:

Obwohl sowohl Saunen als auch Infrarotkabinen erhebliche gesundheitliche Vorteile bieten, hängt die Wahl von den persönlichen Vorlieben, Platz und Kostenabwägung und Gesundheitszielen ab.

Physiotherm Beratung

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Tipp für bestehende Sauna:

Falls Sie eine traditionelle Sauna besitzen und zusätzlich die Vorteile von Infrarotanwendungen nutzen wollen, oder sich nicht zwischen einer Sauna und Infrarotkabine entscheiden können, empfehlen wir Ihnen das Physiotherm Saunaupgrade – das nachrüstbare Infrarot-Element für Ihre Sauna.

Sauna und Infrarotkabine - Physiotherm

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