Das Phänomen Immunsystem – und was es damit auf sich hat

Alles, was wir über uns und unser Immunsystem wissen sollten

Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen – beim Lesen dieser Worte läuft einem doch glatt ein eiskalter Schauer über den Rücken, oder? In der Regel assoziieren wir damit Krankheiten, die wir im Bett austragen müssen, unfähig, irgendetwas zu tun. Ist das die wahrgewordene Hölle auf Erden? Maybe. Was viele von uns nicht wissen: Es sind nicht die Krankheitserreger, welche oben beschriebene Symptome auslösen und den Körper drangsalieren. Es ist das eigene Abwehrsystem, das sich gegen sie stellt und kämpft. 
Eigentlich also ein gutes Zeichen! So wissen wir nämlich, dass unser Körper handelt, unser Abwehrmechanismus bestens intakt ist und uns von Erregern befreit. Zeit also, den Spieß umzudrehen, um verschnupften Nasen und unserem Immunsystem ein Lob auszusprechen! Lesen Sie hier über die Funktionsweise des Immunsystems, was es dafür so alles leisten muss und warum es manchmal auch fehlerbehaftet sein kann.  

Das Immunsystem – Welche Zahnräder es braucht, um die innere Uhr ticken lassen zu können

Im Grunde genommen ist es sehr einfach: Unser Abwehrsystem ist dafür da, um den Organismus vor fremden Einflüssen wie Bakterien oder Viren zu schützen. Damit dies aber am laufenden Band funktionieren kann, sind einige Prozesse erforderlich. Um diese nachzuvollziehen, müssen wir einen tieferen Blick in die Materie werfen.  Das Immunsystem ist 24/7 am Arbeiten und schützt uns so an den meisten Tagen vor etlichen Krankheitsverläufen, die uns schwächen wollen und können. Ab und an ist es aber gar nicht so leicht, bestimmte Erreger von unserem Organismus fernzuhalten, so dass wir am Arbeitsprozess unserer körpereigenen Abwehr beteiligt sind. Wir merken es in Form von Reaktionen wie Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen oder auch Fieber. 

Das Immunsystem besteht zu einigen Teilen aus (Teil-) Organen, zu einem noch größeren Anteil aber aus Zellen. Die Botenstoffe unserer Körper stellen einen zentralen Punkt dar, um die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems gewährleisten zu können. Essenzielle Bestandteile sind bereits Haut und Schleimhäute, also Rachen, Nase und sogar der Darm; dort finden erste Abwehrreaktionen statt, weil Krankheitserreger sich an diesen Stellen einen schnellen Zugang verschaffen können. Weiter geht es mit den Lymphknoten. Man erinnert sich vielleicht an den letzten Besuch beim Arzt, wenn die Erkältung an der Tür klopft oder bereits ins Haus getreten ist. In der Regel werden bei der Untersuchung auch die Lymphknoten abgetastet, meist jene, die sich unterhalb des Kiefers im Halsbereich befinden. Denn Lymphknoten und -bahnen spielen keine ganz unwesentliche Rolle für die Struktur unseres Immunsystems: Sie generieren Antikörper, die die „Körperpolizei“ braucht und bilden Transportwege für sie sowie für die Abwehrzellen. Die Milz, zum Beispiel, speichert diese Abwehrzellen und das Knochenmark bildet die meisten von ihnen zu reifen T-Zellen aus. Auch unsere vier Mandeln enthalten Abwehrzellen, die potenziell Antikörper bilden. Der Thymus, eine Drüse, die zwischen unseren Lungen sitzt, trägt eine maßgebende Verantwortlichkeit; T-Zellen (also Abwehrzellen) finden in ihm ihre immunologische Prägung und werden so vervollständigt. Die wichtigsten Zellen für unser Immunsystem sind verschiedene weiße Blutkörperchen, beispielsweise Makrophagen, Monozyten, Granulozyten, außerdem noch B- und T-Lymphozyten.  

Auch das Immunsystem macht Fehler – aber warum?

Man möge sich zunächst vor Augen führen, was unser Immunsystem so alles leisten kann. Dass es wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert, uns vor möglichen Gefahren am laufenden Band schützt und in vielen Fällen damit erfolgreich fährt. Daher sollte keine Panik entstehen, wenn man davon spricht, dass auch das Abwehrsystem zu „menschlichem Fehlverhalten“ neigt und nicht immer reibungslos agiert. Es kann eben vieles, nur nicht alles. Ein geschwächtes Immunsystem beispielsweise kann dazu führen, dass die eigene Körperpolizei geschwächt auftritt. Ursachen hierfür gibt es viele: Zum einen können es angeborene Immundefekte sein oder auch Krankheiten, die das Immunsystem stark beeinflussen, wie HIV-Infektionen, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Diabetes. Auch Medikamente können unser Uhrwerk in Mitleidenschaft ringen, wie Chemotherapien zur Krebsbehandlung, Arznei bei Rheuma oder solche, die nach Transplantationen Gebrauch finden. Zum anderen gibt es vielseitige Autoimmunkrankheiten, von denen manch eine*r schon gehört hat; die wohl Bekannteste ist Lupus erythematodes, bei der das Immunsystem gegen die eigene Struktur arbeitet. Wie bei allen anderen Autoimmunkrankheiten handelt es sich bei Lupus um einen Fehler im Immunsystem, der das Warum ihrer Erscheinung erklären kann. Auch Allergien nehmen Einfluss auf uns – wie passiert das? Das Immunsystem übertreibt gewissermaßen bei all seiner Tüchtigkeit. Zum*r Allergiker*in wird man, wenn der Körper aufgrund dieser Übertreibung anfängt, IgE-Antikörper zu entwickeln. So entstehen dann altbekannte Allergien gegen Roggen, Gräser und Co. .   Es lässt sich also feststellen, dass der menschliche Körper doch so einiges auf dem Kasten hat und wir grundsätzlich froh um ihn sein können, denn er macht unser Leben in seinem eigenen Kreislauf oft unbemerkt einfacher. Wir können ihn auch von außen unterstützen, indem wir uns zum Beispiel gut ernähren und auf uns Acht geben. Fun fact dazu: Statistisch gesehen pflegen Deutsche ein distanziertes Verhältnis zu Obst. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt zwischen 62,5 und 70kg, was verhältnismäßig wenig ist. Und das, obwohl Obst wie Magie auf das Immunsystem wirken kann: Es enthält die wesentlichen Vitamine A, C und E, die dem Körper ungemein guttun. Nicht umsonst heitß es „An apple a day keeps the doctor away!“. Gönnen Sie sich also hin und wieder ein Schälchen frischen Obstsalat oder genießen Sie Ihre Lieblingsfrucht als Snack für zwischendurch – ihr Körper wird es Ihnen sicher danken.   Auch die Wärme Physiotherms kann als Immunpusher bezeichnet werden. Warum? Dazu bald mehr … 

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